Umzugs-Marathon gemeistert

 

Die Altenburger Tafel „ Zur Heiste“ hat ihren neuen Standort im Gewerbepark Alte Fabrik eröffnet.
Die Gesamtkosten des Umzugs belaufen sich auf rund 50 000 Euro.
Unter demselben Dach befinden sich bereits die Geschäftsräume des Trägervereins Ostthüringer Neue Arbeit sowie der Tafelladen.

Ihren richtigen Platz in der Alten Fabrik haben noch nicht alle Töpfe und Pfannen gefunden, Kartons stapeln sich in den Fluren und Leiterin Brigitte Schulze macht an einem provisorischen Schreibtisch, umringt von Kühltruhen, die Abrechnung – ihr Büro ist noch nicht fertig. Doch das sehen die Mitarbeiter und ehrenamtlichen Helfer der Altenburger Tafel „Zur Heiste“ gelassen, denn sie haben einen wahren Umzugsmarathon hinter sich und sind erst einmal froh, dass Herd und Ofen wieder glühen. „ Wir hätten uns natürlich eine längere Auszeit nehmen können, bis alles komplett fertig ist“, sagt die stellvertretende Leiterin Bärbel Theuerkaufer, „aber wir wollten unseren Gästen so schnell wie möglich wieder ihr warmes Mittagessen bieten.“

Der für Ende Juni geplante Umzug der Tafel in die ehemaligen Räume des Gewerbemuseums an der Friedrich-Ebert-Straße musste zunächst warten, der Ausbau verzögerte sich und es fehlte an Geld (OVZ berichtete).

Wie viele Kartons und Gerätschaften sie, die Mitarbeiter und viele ehrenamtliche Helfer im Laufe der Umzugswoche aus den ehemaligen Heiste-Räumen in der Zwickauer Straße mit den Transportern und ihren Privatautos herübergefahren haben, weiß Theuerkaufer nicht mehr – nur, dass es oft bis Mitternacht ging.Altenburger Tafel "Zur Heiste"

Doch die Überstunden haben sich gelohnt, finden alle: Der neue Standort überzeugt mit strukturierten  Küchen- und Lagerräumen und dem Tafelladen direkt nebenan. Das „Schmuckstück“ ist für alle Mitarbeiter der große Lagerraum am Eingang, an dem die vielen Kisten mit frischen Obst und Gemüse aus den Tafelgärten in Lucka und Meuselwitz direkt angeliefert und verarbeitet werden können. Weitere Vorteile sind der Rollstuhlgerechte Ausbau und die Nähe zum Arbeitsamt.

Allerdings bietet der hübsch dekorierte Gastraum nur noch rund 40 Plätze. „ Zu unserer Weihnachtsfeier kommen beispielsweise immer doppelt so viele. Ab jetzt müssen wir wohl zweimal feiern“, sagt Bärbel Theuerkaufer mit einem Schulterzucken.

Seit vergangener Woche können sich Bedürftige gegen eine Bescheinigung vom Sozialamt und einen kleinen Obolus in der Heiste von 11.30 bis 13 Uhr wieder satt essen.

Am 14. Oktober 2011 soll es dann zum alljährlichen „Tag der offenen Tür“ eine Feierstunde als kleines Dankeschön an alle Helfer und Sponsoren geben.

OVZ Franziska Seifert/ Foto: Mario Jahn

Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 01. Januar 2012 um 13:02 Uhr